OS 4 Beschichtungssystem schützt Autobahntunnel

Deutschland

Im Rahmen des Ausbaus der Bundesautobahn 100 in Berlin müssen in einem Tunnelneubau die Wände eine Schutzbeschichtung erhalten. Da die Autobahn zu den wichtigsten Verkehrsadern der Stadt zählt, ist eine besonders sichere und dauerhafte Lösung gefordert. Mit einem OS 4 Beschichtungssystem der MC-Bauchemie werden die Tunnelinnenwände sicher und langfristig geschützt.

Berliner Stadtring

Die Bundesautobahn 100, auch A100 oder Berliner Stadtring genannt, verbindet zahlreiche Stadtteile der deutschen Hauptstadt miteinander. Sie verläuft quer durch Berlin und ist Anschlusspunkt für andere Autobahnen und wichtige Straßen. Die A100 besteht aus zwei Teilen, dem östlichen und westlichen Ring. Der östliche Ring verläuft durch die Stadtteile Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln, der westliche Ring umfasst Bezirke wie Charlottenburg und Tempelhof. Mit seinen insgesamt 20,9 Kilometern stellt der Berliner Stadtring eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt dar, da Verkehrsteilnehmer schnell und einfach das Stadtzentrum umfahren können. Aktuell wird die Berliner Autobahn um den Bauabschnitt 16 erweitert, der vom Autobahndreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle am Treptower Park führt, über drei Abfahrten an das städtische Verkehrsnetz angebunden ist und unter anderem den Bau des 385 m langen Tunnels „Grenzallee“ umfasst.

Nachbehandlungsfreier Feinmörtel

Zum Schutz der Innenschale im Tunnel Grenzallee entschied sich die ARGE BAB A100 bestehend aus der Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG und der HOCHTIEF Infrastructure GmbH gemeinsam mit dem Verarbeitungsunternehmen DMI Injektionstechnik GmbH aus Berlin für ein OS 4 Beschichtungssystem der MC. Zum Einsatz kommen der kunststoffvergütete Feinmörtel Nafufill R3 FM und die Hochleistungsbeschichtung MC-Color T 21. Im März 2023 konnte mit den Beschichtungsarbeiten begonnen werden. Bereits ein Jahr zuvor wurde das Beschichtungssystem durch den Bauherrn an einer Probefläche getestet. Insgesamt müssen 8000 m² Wandfläche des Tunnels beschichtet werden.

Zum Schutz der 8000 m² Wandfläche des Tunnels kommt ein OS 4 Beschichtungssystem der MC-Bauchemie zum Einsatz.
Zum Schutz der 8000 m² Wandfläche des Tunnels kommt ein OS 4 Beschichtungssystem der MC-Bauchemie zum Einsatz.
© MC-Bauchemie 2024


 

Zunächst wird der Untergrund durch Strahlen mit festen Strahlmitteln vorbereitet. Als Egalisierung kommt dann Nafufill R3 FM zum Einsatz. Der Feinmörtel erfüllt alle Anforderungen der Leistungsklasse R3 nach EN 1504-3 und ist zudem nachbehandlungsfrei gemäß VGB-Richtlinie R 612 U. Da während der Verarbeitung und Erhärtung auf eine aufwendige Nachbehandlung verzichtet werden kann, reduziert sich der Baustellenaufwand für den Verarbeiter erheblich. Die Applikation erfolgt manuell mit einem Stahlglätter.Im nächsten Schritt wird der gebrauchsfertige Oberflächenschutz MC-Color T 21 im Airless-Spritzverfahren aufgebracht. Die Hochleistungsbeschichtung wurde speziell für Anwendungen in Straßentunneln entwickelt und ist geprüft und zugelassen gemäß ÖBV, ASTRA, ZTV-ING Teil 7. Neben dem dauerhaften Bauteilschutz überzeugt die einkomponentige Beschichtung auch durch eine einfache und schnelle Anwendung. In den Tunneleinfahrtsbereichen oberhalb der Tunnelröhren auf den Gesimsen wird abschließend ein transparentes Anti-Graffiti-System, hier MC-Color Proof vision, appliziert. Die transparente Graffitischutzbeschichtung dient als zusätzlicher Schutz vor Farbverunstaltungen für das Wappen der Stadt Berlin, welches die Einfahrt des Tunnels zieren wird. Nach derzeitigem Stand soll Bauabschnitt 16 Ende des Jahres 2024 für den Verkehr freigegeben werden.

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