MC-Know-how für Stuttgart 21 - der Albvorlandtunnel

Stuttgart - Deutschland

 

Beim Jahrhundertprojekt Stuttgart 21 konnte MC sowohl ihr Know-how als auch ihre speziellen Produktsysteme für den Tunnelbau aus dem Field of Expertise Tunneling einbringen und ihre Auftraggeber überzeugen. Dabei entwickelten die Tunnelexperten der MC in Zusammenarbeit mit Planern und Bauunternehmen auch innovative Lösungen, die den unterschiedlichen Anforderungsprofilen und Herausforderungen vor Ort optimal angepasst wurden und so den störungsfreien Fortgang der Tunnelprojekte ermöglichten.

 

Ein deutsches Megaprojekt

Mit einem Volumen von rund acht Milliarden Euro wird Stuttgart 21 als Verkehrs- und Städtebauprojekt in naher Zukunft der Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart zugutekommen. Mehr als 100 Kilometer neue, schnelle Eisenbahntrassen, drei neue Bahnhöfe und ein intelligentes Konzept setzen künftig neue Massstäbe im innerdeutschen und europäischen Bahnverkehr. Doch auch die Stadtplanung profitiert in hohem Masse: Etwa ein Quadratkilometer derzeitiger oder ehemaliger Gleisflächen am Rande der Stuttgarter Innenstadt sollen durch das Projekt für die Stadtplanung nutzbar gemacht werden. Die Zentrumsfläche wird damit um rund 40 Prozent erweitert.

 

Know-how der MC-Bauchemie im maschinellen Tunnelvortrieb gefragt

Der maschinelle Tunnelvortrieb erfolgte im Segmentausbau, wobei die Tunnelvortriebsmaschine als Schildmaschine mit Vollschnittabbau und Erddruckstützung im „Multi-Mode“ eingesetzt wurde. Dabei war eines von mehreren maschinell aufgefahrenen Grossprojekten mit Beteiligung der MC der Albvorlandtunnel. Bei diesem Tunnelbauprojekt kamen unterschiedliche Technologien und Produktsysteme der MC zum Einsatz, darunter Spezialprodukte für die Bodenkonditionierung, Fliessmittel für die Tübbing-Herstellung, Injektionssysteme für die Injektion im Tunnelinneren und nicht zuletzt eine völlig neuartige, zementfreie Ringraumverfüllung – eine Innovation, die MC zusammen mit der ARGE ATCOST 21 entwickeln durfte.

 

Beim Tunnelbau des Albvorlandtunnels wurden zwei Tunnelröhren mit einem Durchmesser von 10,87 Meter und einer Überdeckung zwischen 8 und 63 Metern auf einer Länge von rund 8000 Metern aufgefahren.

Blick in den ausgebauten Rohbau des Albvorlandtunnels.
Blick in den ausgebauten Rohbau des Albvorlandtunnels.
© MC-Bauchemie 2020


Optimierte Bettungseigenschaften

Die gesammelten Erfahrungen aus der Entwicklung der modifizierten 2K- Ringspaltmasse bei S21 wurden zur Modifikation eines klassischen 1K-Ringspaltmörtels am Albvorlandtunnel zwischen Wendlingen und Kirchheim unter Teck angewendet. Im Zuge einer erhöhten Vortriebsleistung wurde dort eine schnellere Bettung der Tunnelröhre notwendig, die durch die konventionelle Anwendung eines 1K-Ringspaltmörtels nicht erreicht werden konnte. Hierfür entwickelte MC-Bauchemie den konsistenzverändernden Modifikator MC-Montan Grout 05. Er wird als Zusatzkomponente über eine Mischstrecke während der Verpressphase, aber vor dem Liseneneintritt dem Ringspaltmörtel untergemischt und sorgt frühzeitig für optimale Bettungseigenschaften des Ringspaltmörtels und unterbindet wie bei S21 bei einer erhöhten Vortriebsleistung auch die Gefahr von Setzungen. Die modifizierte Ringraumverfüllung konnte parallel zu den Bodenkonditionierungsarbeiten auf einer Länge von 8 Kilometern am Albvorlandtunnel kontinuierlich begleitet werden.

 

Beim Albvorlandtunnel war die Bodenkonditionierung eine grosse Herausforderung, da die Trasse die Bundesautobahn A8 mit einer Überdeckung von teilweise nur 8 Metern im Ton- und Tonmergelstein sicher unterqueren musste.

 

Top geschmiert

Das am stärksten verwendete Bodenkonditionierungsmittel war MC-Montan Drive FL 04 (Foamliquid). Es ist ein umweltfreundliches und leicht biologisch abbaubares Schaumkonzentrat mit einem definierten Anteil an Clayadditiv. Das Produkt ist optimal geeignet für die Bodenkonditionierung im EPB-Vortrieb sowie bei Gebirgsverhältnissen mit einem hohen Tonanteil und grosser Verklebungsneigung. MC-Montan Drive FL 04 sorgt bei wirtschaftlichen Dosiermengen für eine Vermeidung der Verklebungsneigung bei gleichzeitiger Schmierwirkung durch das Dispergieren der Ton-Mineralien. Das Produkt senkt die Anhaftungen und Verklebungen am Bohrkopf sowie die Energieaufnahme der Vortriebsmaschine und reduziert auch den Verschleiss der Abbauwerkzeuge. Die Bodenkonditionierung der MC konnte auf diese Weise die Effizienz im Vortrieb verbessern und die hohen Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit erfüllen.

 

 

 

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